Was waren deine Beweggründe, nach deiner Karriere als Tourspieler in Deutschland als Golflehrer tätig zu werden?
Unser Head Pro Andrew McQueen spricht im Exklusiv-Interview über seinen Werdegang, seine Philosophie, das Training im GC Praforst und gibt Tipps für dein Spiel.
Andrew, seit Dezember 2019 bist du Head Pro in unserem Golfclub. Zuvor warst du bereits in verschiedenen Golfclubs in Deutschland als PGA-Professional tätig. Was waren deine Beweggründe, nach deiner Karriere als Tourspieler in Deutschland als Golflehrer tätig zu werden?
Anfang der 90er Jahre war Schottland das “Home of Golf”. Insbesondere aufgrund der hochprofessionellen Ausbildung wurden daher Golflehrer aus Schottland weltweit gesucht. Ich hatte damals 3 Angebote aus Hongkong, Frankreich und Deutschland. Die 1. Station war Sickendorf. Der Golfplatz wurde gerade neu eröffnet und die Voraussetzungen waren vielversprechend. In Sickendorf habe ich dann auch meine jetzige Frau Sabine kennengelernt. Letztendlich war dies dann auch der Grund für mein Bleiben in Deutschland trotz vieler Angebote aus dem Ausland. Ich hatte nicht viele Trainerposten, wichtig war für mich eine gewisse regionale Verbundenheit. Praforst wird sicherlich meine letzte Trainerstation sein, zumal ich mich hier pudelwohl fühle.
Was hat dich ursprünglich dazu motiviert, Golfprofi zu werden?
Das zu erklären, ist nicht einfach. Ich komme aus Troon, einem Ort in Schottland mit ca. 15.000 Einwohnern und 14 (!!!) Golfplätzen. Das ganze Dorf besteht aus Golfen – ein Golf Mekka. Mit 14 Jahren hatte ich ein HCP von 0, mit 16 Jahren wurde ich Nationalmeister, anschließend mit der Mannschaft Europameister und mit der U-18 Weltmeister. Solche Erfolge motivieren und stärken natürlich auch den Wunsch eines jungen Menschen nach Mehr.
Und was war dann dein größter Erfolg als Golfprofi?
Das war zweifelsohne als 22-Jähriger der Gewinn der U-25 Europameisterschaften im Lochwettspiel. Nach 2 Runden Zählspiel folgte dann die Entscheidung im 32 – er Feld im Lochwettspiel. Und hier konnte ich mich dann gegen starke Konkurrenz durchsetzen.
Du bist seit 1992 als Golflehrer in Deutschland tätig. In dieser Zeit hast du viele Amateurgolfer trainiert, die mit ihrem Spiel unzufrieden sind. Welche Tipps hast du für diese Spieler?
Das ist eine schwierige Frage. Ein Spieler ist unzufrieden mit seinen Abschlägen mit dem Driver, ein anderer Spieler mit seinem Puttspiel. Letztendlich setzt hier genau die Arbeit des Golflehrers an. Und meine Philosophie an dieser Stelle ist, den Amateurgolfer zu unterstützen, mit einem für einen Amateurgolfer vertretbaren Aufwand sein Spiel zu verbessern. Der Tipp für unzufriedene Spieler kann aus meiner Sicht nur lauten, einen Golflehrer zwecks Fehleranalyse aufzusuchen. Und vor der “Selbsthilfe” im World Wide Web kann ich nur warnen: aufgrund der Vielfalt der unterschiedlichen Ratschläge in der digitalen Welt wird die Unsicherheit der Golfer nur gefördert.
Du arbeitest multimedial mit der Video-TrackMan Analyse. Ist dies aus deiner Sicht die effektivste Trainingsform für Amateurgolfer?
Absolut. Das System bietet für mich als Trainer, aber natürlich auch für die Golfschüler, eine sofortige und detaillierte Analyse des Golfschwungs. Im Sekundentakt kann Schwung und Bewegungsablauf visuell betrachtet werden. Und bei den meisten Golfern geht der Lerneffekt über die Optik. Daher darf bei einem modernen Training die TrackMan Analyse nicht fehlen.
Welche ultimativen Tipps für uns Amateurgolfer hast du?
Die Frage ist für mich als Trainer relativ einfach zu beantworten. Wenn die Basics wie Griff, Abstand zum Ball, Körperhaltung nicht korrekt sind, erschwert dies den Golfschwung enorm. Daher mein ultimativer Tipp: überprüft regelmäßig die Ansprechposition. Eine korrekte Ansprechposition ist essentiell für einen guten Golfschwung und erleichtert nachhaltig die Arbeit der Golflehrer.
Andrew, vielen Dank für das in jeder Hinsicht aufschlussreiche Interview und noch viele erfolgreiche und zufriedene Jahre in unserem Golfclub.
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